Transfergerüchte

Was ist los auf dem Transfermarkt?

Real Madrid rüstet weiter auf

Die Galaktischen aus Madrid sind noch immer schwer enttäuscht vom abschneiden in der laufenden Champions League Saison. Trotz prominenter und vor allem teurer Zugänge wie Christiano Ronaldo oder Kaka konnte man sich im Achtelfinale nicht gegen Lyon, die erst im Halbfinale an starken Bayern scheiterten, durchsetzen. Wenn man sich den Kader von Real Madrid anschaut muss man allerdings lange nach einer Schwachstelle suchen. Zumindest in der Offensive ist die Suche aber aussichtslos. Die Verantwortlichen haben nun die Position des Linksverteidigers als Problem ausgemacht und wollen einen weiteren Spieler aus England verpflichten. Evra von Manchester United soll das Objekt der Begierde sein, der französische Außenverteidiger ist allerdings eine wichtige Stütze im Mannschaftsgerüst aus Manchester. Derzeit sollen immerhin 23 Millionen Euro für den Franzosen geboten werden, verglichen mit den Investitionen des letzten Sommers sogar ein Schnäppchen. Allerdings muss ja noch etwas Geld in der Portokasse bleiben wenn man einen erneuten Versuch im Fall Frank Ribery unternehmen möchte.

Leverkusen hinter Marcelo her

Laut polnischen Medienberichten ist Bayer Leverkusen am brasilianischen Verteidiger Marcelo von Wisla Krakow interessiert. Der 22-Jährige Defensivmann hat in dieser Saison alle Spiele für seinen Verein über die volle Distanz bestritten und dabei sogar 7 Tore erzielt. Eine gute Ausbeute wenn man bedenkt das der gelernte Außenverteidiger erst in Polen zum Innenverteidiger umgeschult wurde. Die Ablösesumme wird auf unter 5 Millionen Euro geschätzt und die Werkself aus Leverkusen könnte hier ein echtes Schnäppchen machen.

Das Interesse aus der Bundesliga dürfte die Polen wenig freuen, auch wenn es sicher gutes Geld aus Deutschland gibt schmerzt der sportliche Verlust sicher sehr.

FC Bayern gewinnt gegen Lyon

Der FC Bayern München hat das Hinspiel im Champions League Halbfinale mit 1:0 gegen den französischen Vertreter aus Lyon gewonnen. Matchwinner war einmal mehr Arjen Robben, der in der 69. Minute die 66.000 Fans in der Allianz-Arena erlöste. Zuvor war in der 37. Minute Frank Ribery mit Rot vom Platz geflogen. Die sehr harte Entscheidung nach grobem Foulspiel sorgte für viel Unmut bei den Fans. In der 54. Minute wurde der Nachteil in Person von Toulalan ausgeglichen, der Franzose flog nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz und wird im Rückspiel ebenso wie Ribery fehlen.

In einem durch die Bayern dominierten Spiel machten sich die Franzosen wenige Freunde, allein der Brasilianische Kapitän Chris ließ sich zweimal überlang behandeln um Sekunden später wieder auf dem Platz zu stehen. Auch das italienische Schiedsrichter-Gespann wirkte in vielen Situationen unglücklich bis überfordert, in jedem Fall eines Halbfinalspiels der Königsklasse unwürdig.

Nach dem 1:0, der Schuß wurde von Müller noch abgefälscht, brachten die Franzosen nur noch sehr wenig zu Stande. So dürfte der FC Bayern München um Arjen Robben der Favorit auf das Finale sein.

Neben dem Platzverweis gegen Ribery sorgte auch der andere Superstar und Torschütze Arjen Robben für Aufregung: Bei seiner Auswechslung verweigerte der Holländer den Handschlag mit Landsmann und Trainer van Gaal. Bleibt nur zu hoffen das dies den Trend der Bayern, der unstrittig steil nach oben zeigt, nicht beeinflusst.

Die Bayern auf Stürmersuche

Der FC Bayern ist derzeit sehr gut im Rennen. In der Bundesliga steht man auf dem ersten Platz, das DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen steht vor der Tür und selbst in der Champions League steht man im Halbfinale gegen Lyon. Wenn man bedenkt das im Viertelfinale Manchester United besiegt wurde ist die Leistung des deutschen Rekordmeisters in dieser Saison schon beeindruckend.

Vor der Saison wurde mit Luca Toni ein treffsicherer Stürmer abgegeben und Miroslav Klose steckt schon die gesamte Saison in der Krise. Mit Mario Gomez kam zwar vor der Saison ein Großeinkauf aus Stuttgart an die Isar, aber Spieler verletzen sich. Und mit Olic steht zwar ein sehr guter Ersatz zur Verfügung, allerdings ist Olic kein Mittelstürmer wie er in der Mitte zwischen Robben und Ribery gebraucht wird. Müller ist noch nicht so weit, es besteht also wieder Bedarf. Da man in München weiterhin auf größere Kaliber setzen möchte kommen nicht allzuviele Kandidaten in Frage.

Klose wird wohl abgegeben, dafür könnten dann Edin Dzeko vom VFL Wolfsburg oder eventuell Dimitar Berbatov von Manchester United kommen. Dzeko will in Zukunft bei einem Club spielen der die Champions League gewinnen kann und Berbatov ist mit seiner Reservistenrolle hinter Superstar Wayne Rooney sowie der Wahrnehmung bei den eigenen Fans unzufrieden. Beide Stürmer wären also sicherlich nicht abgeneigt nach München zu kommen. Billig dürfte das allerdings nicht werden, für Dzeko sollen 40 Millionen Euro im Raum stehen, Berbatov wäre wohl etwas günstiger zu haben – verdient dafür mehr. Eventuell lässt sich Wolfsburg auf einen Tausch mit Klose ein, ob der scheidende Nationalstürmer daran Interesse hat ist allerdings fraglich.

Wenn man sich einmal die Gehälter dieser Superstars vor Augen hält ist das schon unglaublich. Ein Jahresgehalt von über 4 Millionen Euro, dazu ein Handgeld in ähnlicher Höhe, mindestens ein kostenloser PKW und viele weitere Vorteile inklusive. Allerdings ist das weniger die Schuld der Spieler – wer würde einen solchen Vertrag schließlich nicht unterschreiben? Eben.

Schnappt sich der SSC Neapel Tim Borowski?

Tim Borowski hat sich verwechselt. Als er 2008 zum FC Bayern wechselte erhoffte er sich eine sportliche Verbesserung zum vorherigen Arbeitgeber Werder Bremen. Doch in München kam Borowski nicht über eine Reservistenrolle hinaus weshalb ihn die Bayern nach nur einem Jahr für unter 1 Million Euro zurück nach Bremen transferierten.  Eigentlich ein gutes Geschäft für die Bremer, sollte man zumindest damals denken. Doch im Laufe der aktuellen Saison hat sich gezeigt das Borowski nicht an die Leistungen vergangener Tage anknüpfen kann. Seinen Platz in der Nationalmannschaft hat der Mittelfeldspieler schon länger verloren und auch in Bremen ist er nur noch Ersatz.

Doch nun scheint Interesse aus Italien zu bestehen. Wie italienische Medien berichten ist Neapel an Borowski interessiert. Sollte der Tscheche Hamsik im Sommer wechseln soll Boro wohl nach Italien kommen. Dort könnte er auch wieder deutlich offensiver spielen als er es in Bremen muss. Thomas Schaaf setzt ihn oft im defensiven Mittelfeld ein, eine Position die Borowski nicht wirklich gut beherrscht. Im Bremer Offensivbereich sind die Positionen aber bereits an Marko Marin, Aaron Hunt, Mesut Özil und Claudio Pizarro vergeben.

Für den bald 30 Jährigen Borowski ist es sicher reizvoll am Ende der Karriere nochmal im Ausland zu spielen und Neapel ist sicher nicht die schlechteste Adresse im Süden. Ebenso dürften die Bremer froh sein einen teueren Ersatzspieler aus dem Kader zu streichen.

Miroslav Klose zurück nach Kaiserslautern?

Der WM-Sommer 2010 scheint auch in der Bundesliga ein echter Knaller zu werden. Derzeit brodelt die Gerüchteküche mit spektakulären Transfers geradezu über. So könnte ein Edin Dzeko zu Bayern München wechseln. Raul von Real Madrid könnte auch die letzten Jahre in der Bundesliga verbringen und selbst der designierte Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern scheint sich gleich mit einem Paukenschlag im Oberhaus anzumelden.

So soll die Rückkehr von (noch-) Nationalspieler Miroslav Klose im Hinterzimmer geplant werden. Während Klose beim FC Bayern München nur noch Ersatz ist und so manches Spiel nicht einmal im 18er Kader stand würden sich die Pfälzer die Finger nach dem Angreifer lecken. Von 1999 bis 2004 begann Klose seine Karriere in Kaiserslautern und wechselte anschließend zum damaligen Deutschen Meister Werder Bremen. An der Weser trat Klose die Nachfolge des Bundesligatorschützenkönigs Ailton an und spielte sich schnell in die Herzen der Fans sowie den absoluten Stamm der Nationalmannschaft. Nach einem unschönen Wechseltheater im Sommer 2007 landete der Nationalstürmer letztlich beim FC Bayern München, die immerhin rund 15 Millionen Euro Ablöse zahlten.

Doch im Jahr 2010 scheint für Klose der Zug in München abgefahren. 30-Millionen Neuzugang Gomez hat ihm den Rang abgelaufen und durch die Verpflichtung von Robben spielt man beim Rekordmeister nur noch mit einem Stürmer. Sollte im Sommer tatsächlich Dzeko an die Isar wechseln dürften die Einsatzchancen von Klose gen Null sinken.

Das größte Problem einer Rückkehr dürfte das liebe Geld darstellen. Selbst wenn ein ähnliches Modell wie beim (unrühmlichen) Abschied des Italo-Bombers Luca Toni denkbar wäre, als die Münchner auf Ablöse verzichteten um das hohe Gehalt zu sparen, ist unklar ob sich Kaiserslautern die Dienste eines Klose leisten kann. Natürlich müsste er auf einen ordentlichen Batzen Gehalt verzichten, ob Klose aber bereit ist für weniger als die Hälfte zu spielen ist fraglich.

Sportlich wäre es für Kaiserslautern sicher ein enormer Qualitätsschub und das Projekt Klassenerhalt würde um einiges realistischer mit einem Miroslav Klose im Trikot der Pfälzer.

Transfergerüchte um Cacau

Der Stuttgarter Stürmer und Nationalspieler Cacau sorgt derzeit für Aufregung bei den Schwaben. Sein Vertrag läuft im Sommer 2010 aus und wie es dann immer so ist: Der VFB Stuttgart wird nicht der einzige Verein sein der sich um ihn bemüht. Besonders nachdem die Schwaben seine Gehaltsforderungen von rund 2,4 Millionen Euro pro Jahr abgelehnt haben ist sein Berater auf der Suche nach einem potenten Geldgeber. Logischerweise kommen dann Gerüchte aus der Bundesliga auf, so sollen Schalke 04, Wolfsburg und Werder Bremen an Cacau interessiert sein. Nicht ganz überraschend denn Kuranyi steht auf Schalke vor dem Absprung, Dzeko wird Wolfsburg wohl auch verlassen und Bremen sucht eigentlich immer Stürmer. Genauer betrachtet ist es aber wohl recht unwahrscheinlich das wir Cacau nächste Saison bei einem dieser 3 Vereine sehen. Schalke wird nicht genug Geld haben und wenn doch wird Kuranyi bleiben, in Wolfsburg wird man einen prominenteren (und treffsicheren) Nachfolger für Dzeko suchen und Werder Bremen ist nicht gerade dafür bekannt solch hohe Summen an Spieler zu zahlen die das Niveau der Mannschaft nur geringfügig verbessern.

Am Ende wird Cacau wohl in Stuttgart bleiben und die Gerüchte dienen eher dazu seine Verhandlungsposition zu verbessern.

Coelho wieder im Visier von Werder Bremen

Bereits im Januar wurden wir auf das Interesse Werder Bremens am brasilianischen Stürmer Rafael Coelho aufmerksam. Da nun der Verkauf von Carlos Alberto kurz bevor steht kochen die Gerüchte wieder hoch: Kommt Coelho im Tausch an die Weser? Der junge, bullige Stürmer wurde letzte Saison Torschützenkönig der 2. Brasilianischen Liga und konnte auch diese Saison überzeugen. Die Sportbild schätzt seinen Marktwert auf derzeit 1,5 Millionen Euro – was im Tauschgeschäft mit Alberto aber sowieso uninteressant sein dürfte.

So dürfte der Bremer Sturm in der kommenden Saison also frisches Blut bekommen. Mit Sandro Wagner wurde bereits ein U21-Europameister geholt und Coelho ist mit 21 Jahren auch noch am Beginn seiner Karriere. Die Zeit von Markus Rosenberg dürfte hingegen mehr als abgelaufen sein, nachdem er auch gegen Bochum nicht überzeugen konnte ist ein Abschied aus Bremen beschlossene Sache – es sei denn man findet auch für ihn keinen Käufer, ein Problem das Allofs schon bei Vranjes, Tosic und eben Alberto hatte.

Magath vs Hoeness im Fall Misimovic

Felix Magath wird noch immer verehrt in Wolfsburg. Das er den VFL von der grauen Maus zum Meister formte wird man ihm wohl nicht so schnell vergessen, zumindest so lange nicht wie ein neues Gesicht für Erfolg in der VW-Stadt steht. Doch nun bastelt Magath selbst daran seinen Status in Wolfsburg zu zerstören: Er will
Misimovic nach Schalke holen. Der Spielmacher der Wölfe ist mit der aktuellen Tabellensituation sehr unzufrieden und würde den Verein wohl gern verlassen. Zumindest sagte er das gegenüber Bild (”Ich würde gern für Schalke spielen”).


Jetzt gewinnen!

Irgendwo verständlich, war es doch Magath der aus Misimovic erst einen Bundesliga-Star formte. Doch Dieter Hoeness passt diese Entwicklung natürlich gar nicht. Er will seinen Spielmacher unbedingt halten und hat Heute gegenüber Bild erstmals von einer Ablöse gesprochen. 20 Millionen Euro soll der 10er der Wölfe also Kosten, einen Betrag den Schalke wohl kaum aufbringen kann.

Was auf den ersten Blick wie eine klare Absage klingt dürfte aber die Eröffnung im Poker sein! Denn wer einen Spieler nicht abgeben will macht sich auch keine Gedanken über eine mögliche Ablösesumme. 20 Millionen sind also das Anfangsgebot was Dieter Hoeness gern hören möchte, Felix Magath wird sicher in den nächsten Wochen seine, deutliche geringere, Vorstellung angeben.

Das sportliche abschneiden der beiden Clubs wird ebenso eine sehr große Rolle spielen. Sollte der VFL die Europa League gewinnen und damit sicher international dabei sein wird es für Schalke schwer. Ebenso wenn die Königsblauen den Einzug in die Champions League noch verspielen, was beim Restprogramm nicht ausgeschlossen ist. Aber auch die Personalie Manuel Neuer könnte den Ausschlag geben. Geht er sind die Schalker Kassen plötzlich wieder gefüllt und ein Transfer von knapp über 10 Millionen Euro realistisch. Hinzu kommen die vielen anderen Spieler im Schalker Kader die noch verkauft oder abgegeben werden müssen, denn mit einem über 30 Mann starken Kader ist Schuldenabbau kaum möglich.

Es bleibt also das wärmste Gerücht und bis zur Sommerpause wird sich noch eine Menge Konfliktpotenzial zwischen Schalke und Wolfsburg ergeben.

Mouhamadou Dabo bald in Bremen?

Die Außenverteidiger machen den Bremern ja schon fast traditionell das Leben schwer. Besonders die linke Seite konnte in den letzten Jahren selten hochwertig besetzt werden und ist auch aktuell einer der größten Schwachpunkte im Bremer Spiel. Nach der Verletzung von Sebastian Boenisch wurde mit dem Tunesier Abdennour ein bisher enttäuschender Linksverteidiger ausgeliehen. Sicherlich muss man dem 20jährigen die Fehler zugestehen und der Umstieg aus der tunesischen Liga in die Bundesliga und den europäischen Wettbewerb ist wahrscheinlich alles andere als einfach, aber letztlich geht es ja um den Erfolg des Vereins SV Werder Bremen und nicht um das Einzelschicksal Abdennour.


Jetzt gewinnen!

Im Sommer soll nun ein neuer Versuch gestartet werden die Außenverteidigermisere zu beenden. Wie französische Medien berichten soll mit Mouhamadou Dabo vom AS St. Etienne ein junger und talentierter Mann den derzeit etablierten Druck machen oder sich sogar einen Stammplatz erkämpfen. Auch wenn mit Dusko Tosic der letzte Transfer aus Frankreich ordentlich in die Hose gegangen ist könnte Dabo ein echter Gewinn werden. Sogar das Risiko wäre vergleichsweise gering da der Vertrag im Sommer ausläuft, also keine Ablöse fällig würde.

Doch Werder ist, wie bei einem ablösefreien Spieler zu erwarten, nicht ganz allein. Mit Borussia Dortmund steht ein weiterer Verein aus der Bundesliga auf der Matte des jungen Franzosen. Ausschlag für Bremen könnte die Begegnung im UEFA-Cup des vergangenen Jahres sein, als Werder St. Etienne aus dem Wettbewerb warf und dann erst im Finale an Donetzk scheiterte.