Felix Magath wird noch immer verehrt in Wolfsburg. Das er den VFL von der grauen Maus zum Meister formte wird man ihm wohl nicht so schnell vergessen, zumindest so lange nicht wie ein neues Gesicht für Erfolg in der VW-Stadt steht. Doch nun bastelt Magath selbst daran seinen Status in Wolfsburg zu zerstören: Er will
Misimovic nach Schalke holen. Der Spielmacher der Wölfe ist mit der aktuellen Tabellensituation sehr unzufrieden und würde den Verein wohl gern verlassen. Zumindest sagte er das gegenüber Bild (”Ich würde gern für Schalke spielen”).


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Irgendwo verständlich, war es doch Magath der aus Misimovic erst einen Bundesliga-Star formte. Doch Dieter Hoeness passt diese Entwicklung natürlich gar nicht. Er will seinen Spielmacher unbedingt halten und hat Heute gegenüber Bild erstmals von einer Ablöse gesprochen. 20 Millionen Euro soll der 10er der Wölfe also Kosten, einen Betrag den Schalke wohl kaum aufbringen kann.

Was auf den ersten Blick wie eine klare Absage klingt dürfte aber die Eröffnung im Poker sein! Denn wer einen Spieler nicht abgeben will macht sich auch keine Gedanken über eine mögliche Ablösesumme. 20 Millionen sind also das Anfangsgebot was Dieter Hoeness gern hören möchte, Felix Magath wird sicher in den nächsten Wochen seine, deutliche geringere, Vorstellung angeben.

Das sportliche abschneiden der beiden Clubs wird ebenso eine sehr große Rolle spielen. Sollte der VFL die Europa League gewinnen und damit sicher international dabei sein wird es für Schalke schwer. Ebenso wenn die Königsblauen den Einzug in die Champions League noch verspielen, was beim Restprogramm nicht ausgeschlossen ist. Aber auch die Personalie Manuel Neuer könnte den Ausschlag geben. Geht er sind die Schalker Kassen plötzlich wieder gefüllt und ein Transfer von knapp über 10 Millionen Euro realistisch. Hinzu kommen die vielen anderen Spieler im Schalker Kader die noch verkauft oder abgegeben werden müssen, denn mit einem über 30 Mann starken Kader ist Schuldenabbau kaum möglich.

Es bleibt also das wärmste Gerücht und bis zur Sommerpause wird sich noch eine Menge Konfliktpotenzial zwischen Schalke und Wolfsburg ergeben.